Bei dem real.- Markt in Espelkamp handelt es sich um einen Bau aus den 70er Jahren. Über die Jahrzehnte wurden einige Veränderungen und Umbauten an dem Objekt vorgenommen. Die Gesamtfläche der Dächer betrug ca. 10.000 m². Eine Teilfläche von ca. 4000 m² wurde bereits vor einigen Jahren saniert. Im Frühjahr 2014 stand die restliche Fläche zur Sanierung an.

Objekt: real,- SB Warenhaus
Standort: 32339 Espelkamp
Gebäudeart: Einkaufszentrum
Dachart: Warmdach
Größe: 6400m²

Die Dachfläche in diesem Bereich wies noch das erste Dach aus Bitumen auf, sowie eine andere Dachhaut aus ECB, entstanden bei einer Sanierung vor 20 Jahren. Die zahlreichen Undichtigkeiten in der Abdichtung ließen dem Betreiber keine andere Wahl.

Im Frühjahr 2014 wurde dann mit der Planung der Dachsanierung begonnen.



Die vorhandene Entwässerung in außenliegende Dachrinnen und einigen wenigen Gullys, welche zu allem Überfluss auch noch an ungünstigen Hochpunkten platziert waren, stellte sich als völlig unzureichend heraus. Die Fließwege des Wassers mit über 65 m und ein gefälleloses Dach wurden zu einem weiteren Problem. Auch Absturzsicherungen waren nicht montiert. Da die Lastreserven der Trapezbleche sehr begrenzt waren, wurde in Abstimmung mit dem Statiker und dem Brandschutzsachverständigen nach einer umsetzbaren Lösung gesucht. Diese bestand darin die Dachfläche in kleine Brandabschnitte a. 1000 m² aufzuteilen.

In dem Bereich der Brandabschnitte aus A1 Dämmung, wurden die Trapezblechsicken mit Stahlrohren verstärkt, um die erhöhten Lasten der A1 Gefälledämmung, die bis zu 40 cm dick ist, aufzunehmen. In die Gefälledämmung wurden 2 zusätzliche Kehlen platziert, in denen dann die neuen Dachgullys, sowie die Notentwässerungsgullys verbaut wurden.

Alle NRWA Anlagen erhielten zuerst einen Metallaufsatzrahmen, der an die jeweilige Dicke der Gefälledämmung angepasst war. Darauf wurde dann erst der 30 cm hohe Aufsatzkranz der Lichtkuppel, bzw. die NRWA Anlage montiert. So war die Mindesthöhe von 25 cm nach LBO jederzeit gewährleistet.

Dachunterseitig wurde, parallel zu den neuen Kehlen, die neue Hauptentwässerung, sowie die Notentwässerung jeweils als Druckstromsystem angeordnet. Während die Hauptentwässerung neu an die Grundleitung angeschlossen wurde, führten wir die Notentwässerung ins Freie.

Das aufeinander abgestimmte Entwässerungssystem wurde auf die zu erwartenden Regenmengen angepasst. Als Absturzsicherungen wurden Klasse C Systeme, also horizontal geführte Seilsysteme installiert. Diese, als Rückhaltesystem ausgebildete Absturzsicherung, ist nach der Unterweisung auch für die Mitarbeiter die z.B. Weihnachtsbeleuchtungen einrichten müssen nutzbar. Zur Orientierung wurden Wartungswege angelegt, auf denen sich die Handwerker oder Mitarbeiter ohne Sicherung auf dem Dach bewegen können. Der Wartungsweg hält zu allen Absturzkanten einen ausreichenden Sicherheitsabstand.

Die Dachsanierung konnte in der vorgegebenen Zeit umgesetzt werden. Noch vor dem Winter waren alle Arbeiten abgeschlossen.

Baubeteiligte:

  • Statiker
    Hempel Ingenieure, Köln
  • Brandschutz
    Gensior & Lietz, Neuss
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